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KFZ Tipps: Lackstifte

Kratzer im Lack – selbst ist der Mann

Kratzer im Lack sollten umgehend beseitigt werden. Sie brechen das Licht und der gesamte Eindruck des Fahrzeugs wird erheblich gestört. Das Auto soll ja gepflegt aussehen und dem Besitzer alle Ehre machen.
Nun muss das Auto nicht gleich in die Werkstatt, denn eine komplette Lackierung ist sehr teuer und sie muss auch nicht sein. Kleinere Lack-Reparaturen können selbst ausgeführt werden, der richtige Lackstift kann wahre Wunder bewirken. Denn nach Anwendung eines Lackstifts sind die Mängel restlos behoben und die Kratzer sind nicht mehr zu sehen. Kratzer an den Türen oder durch einen Steinschlag verursachte Stellen, können mit einem Lackstift schnell ausgebessert werden. Allerdings darf sich kein Farbunterschied bemerkbar machen, aber für alle Lackfarben gibt es auch Lackstifte. Die Lackstifte haben eine sehr gute Qualität und sind in dem Originalfarbton des Wagens zu erhalten. Damit auch wirklich der korrekte Farbton ausgewählt wird, kann der Lack-Code auf der ersten Seite des Service-Heftes abgelesen werden.

Fachwerkstatt oder Internet – wo soll man kaufen?

Den Lackstift sollte man immer direkt in der Vertragswerkstatt oder im Internet bei einem Experten kaufen, da es ja unzählige Lackfarben gibt. Ein Fachhändler kann mit dem Lack-Code etwas anfangen und sucht den passenden Lackstift im Handumdrehen heraus. Bei der Bestellung im Internet sollte man zusätzlich noch die Marke und den Hersteller des Autos bekanntgeben und natürlich den Lack-Code wissen. Es sollte auch daran gedacht werden, dass bei jeder Lack-Reparatur auch Klarlack benötigt wird. Lackstift und Klarlack gibt es auch im Set, die Kosten belaufen sich auf etwa 20 Euro. Bei einem Fachhändler vor Ort muss man wahrscheinlich etwas mehr bezahlen, doch auch hier halten sich die Kosten in Grenzen.

Die Anwendung

Um unschöne Lackstellen zu vermeiden, sollte man die betroffene Stelle erst einmal gründlich reinigen. Manchmal ist die Stelle auch stark verunreinigt, Waschbenzin oder Teer-Entferner kann jedoch problemlos eingesetzt werden. Hat sich noch kein Rost gebildet, kann die Anwendung nun sofort erfolgen. Ist jedoch schon Rost vorhanden, muss dieser mit einem Schleifpapier restlos beseitigt werden. Der Lackstift wird nun gründlich geschüttelt und der integrierte Pinsel wird herausgezogen. Der Lackstift sollte aber nicht gleich am Auto eingesetzt werden, auf einem Stück Kunststoff oder einem Blech sollte erst einmal ausprobiert werden, wie viel Lack herausläuft und wie er gut verteilt werden kann. Hat man alles im Griff, kann der Lackstift am Auto angewendet werden. Zuerst wird nur eine dünne Lackschicht aufgetragen und sie muss dann erst einmal trocknen. Danach kommt die zweite Lackschicht dran, aber es sind manchmal vier oder fünf Arbeitsgänge notwendig. Nun sollte der Lack mindestens 12 Stunden trocknen, bevor der Klarlack aufgetragen wird. Der Klarlack muss ebenfalls mehrere Stunden trocknen. Dann wird er mit feinem Schleifpapier behandelt, das eine 3000er Körnung aufweisen sollte. Ist er glatt geschliffen ist man eigentlich fertig. Ein noch besseres Ergebnis kann man aber erzielen, wenn auf die entsprechende Stelle etwas Wasser und Auto-Shampoo aufgetragen wird. Ist die Reparatur abgeschlossen, sollte keiner mehr erkennen, dass zuvor Lack-Schäden aufgetreten sind.

Der Lackstift ist nur begrenzt haltbar

Zwar ist ein Lackstift in allen Farb-Schattierungen zu bekommen, aber nicht immer ist der Besuch in der Fachwerkstatt zu vermeiden. Erstens ist die Anwendung nicht ganz einfach und bei größeren Kratzern stößt selbst der Stift schnell an seine Grenzen. Auch die Haltbarkeit sollte berücksichtigt werden, ein Lackstift hält nicht ewig. Schon nach ein paar Wochen ist der Lackstift nicht mehr zu gebrauchen und wenn das Haltbarkeitsdatum abgelaufen ist, kann man ihn getrost entsorgen. Die Kratzer sollten also möglich in einem Arbeitsgang behoben werden.



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